Gmunden, eine Stadt in schwierigen Zeiten
Gmunden, eine Stadt in schwierigen Zeiten
|
So lautet der Subtitel des Buches Gmunden 1918 bis 1945, das die beiden Gmundner Historiker Holger und Eckhard Höllwerth verfasst haben. |
|
Das nicht nur für historisch Interessierte lesenswerte Buch wurde im Eigenverlag herausgegeben und vor wenigen Tagen im Gmundner Kammerhof-Museum vorgestellt. Auf 359 Seiten führen die beiden aus Gmunden stammenden Autoren akribisch und aufschlussreich durch 27 turbulente und dramatische Jahre, denen sich die Traunseestadt damals ausgesetzt sah. Der Bogen spannt sich vom Ende der Monarchie, bedingt durch den Ersten Weltkrieg, bis hin zum Ende des Zweiten Weltkrieges und der darauf folgenden Besatzungszeit durch die US-Streitkräfte. Dazwischen werden die LeserInnen auf die politischen Umbrüche jener Tage hingewiesen, wird der Aufstieg der Nationalsozialisten behandelt, die Verfolgung politisch Andersdenkender und die Vertreibung der jüdischen Mitbürger durch die Nazis aufgezeigt und die Nöte der Stadt während |
|
des Krieges geschildert. Breiten Raum widmen die Verfasser der Welfenfamilie auf Schloss Cumberland, den christlichen Kirchen, der regionalen Wirtschaft, aber auch dem lokalen Sport und den Vereinen der Stadt. Besondere Berücksichtigung finden das Weyer und die Traunsteinstraße, Ortsteile, in denen die Verfasser aufgewachsen sind. Das Buch beeindruckt auch durch eine Fülle von historischen Fotos; viele davon werden durch dieses Werk der Öffentlichkeit überhaupt erstmals zugänglich gemacht. Gmunden 1918 bis 1945 sollte bei allen, die sich für die Geschichte Gmundens interessieren, im Buchregal zu finden sein (Bericht: Bernhard Plibrsek).
Gmunden 1918 bis 1945 – Eine Stadt in schwierigen Zeiten ist im Gmundner Kammerhofmuseum sowie in den Buchhandlungen Thalia und Kochlibri und Papier Meingast zum Preis von 23 Euro erhältlich. |
