Auf den Spuren der Hallstattzeit

Schon seit dem 19. Jahrhundert ist Traunkirchen als archäologischer Fundort der Späten Bronze- und der Älteren Hallstattzeit bekannt. Im Ortszentrum, zwischen See und den steil abfallenden Ausläufern der nördlichen Kalkalpen, kamen immer wieder Zufallsfunde aus zerstörten Gräbern zutage. Welche Bedeutung die in Traunkirchen aufgrund verschiedener Funde von Holzresten, Steinsetzungen und Hüttenlehmfragmenten nachgewiesene Siedlung im Netzwerk des Hallstätter Bergbaus hatte, wird nun von der Universität Innsbruck und dem Kuratorium Pfahlbauten untersucht. An Land wurden dazu  geomagnetische Messungen und Georadar-Untersuchungen durchgeführt. 

Bohrungen mittels Rammkernsonden lieferten Probenmaterial aus größeren Tiefen. Taucher fanden im See zwei übereinanderliegende Kulturschichten. Vorläufige Hinweise eröffnen die Möglichkeit, dass die Seeufersiedlung in Traunkirchen rund 500 Jahre älter ist als bisher angenommen.

Sie würde in die mittlere Bronzezeit zurückreichen, in jene Zeit also, in welcher der Hallstätter Salzbergbau erstmals nachweisbar ist. Interessante Ergebnisse brachten auch Begehungen des früheren Kupferbergbaues und auf der Hochsteinalm. Dort soll im nächsten Jahr ein Forschungsschwerpunkt gesetzt werden.  (Foto: Kuratorium Pfahlbauten)