Bundesforste pflanzen im Salzkammergut 140.000 Jungbäume

In den nächsten Wochen, wenn die Schneedecken geschmolzen sind, werden wieder tausende von Jungpflanzen in den heimischen Wäldern ausgebracht – insbesondere dort, wo Stürme, Käfer und Schadereignisse ihre Spuren hinterlassen haben. „Wir bewirtschaften die Wälder naturnah und forcieren grundsätzlich Naturverjüngung, sprich natürlichen Nachwuchs, da dieser am besten an die lokalen Witterungsbedingungen angepasst ist“, unterstreicht Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste (ÖBf).

"Nach Schadereignissen muss jedoch aufgeforstet werden, damit die Wälder rascher nachwachsen und die kahlen Flächen sich wieder schließen können. Auch heuer werden wir in unseren Wäldern daher wieder rund 1,5 Millionen Jungbäume pflanzen und in Summe über 2 Millionen Euro in Aufforstungen investieren."

Zahlreiche Schadereignisse wie Schneebrüche, Stürme und Österreichs wichtigster Waldschädling, der Borkenkäfer, haben Aufforstungen in nahezu allen Forstrevieren erforderlich gemacht. "Gleichzeitig treiben wir damit den Waldumbau hin zu artenreichen Mischwäldern voran – das Artenspektrum umfasst über 40 Baumarten und reicht von Ahorn, Eiche und Nuss bis hin zu Traubenkirsche, Tanne und Zirbe", betont Freidhager die Bedeutung artenreicher Zukunftswälder. Die Aufforstung wird in zwei Wellen - die Erste im Frühling, die Zweite im Herbst – in allen 120 Forstrevieren der Bundesforste in ganz Österreich durchgeführt.

Die meisten Jungbäume, fast die Hälfte, werden in den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg - mit je 350.000 Stück - gepflanzt, die in den letzten Jahren wiederholt von Schadereignissen heimgesucht wurden.

 

Baumpflanzungen im Salzkammergut

In Summe werden die Bundesforste im Salzkammergut heuer rund 140.000 Jungbäume pflanzen. Durchgeführt wird das von niederen Lagen hinauf bis auf 1.400 bzw. 1.500 Meter Seehöhe. Die größte Pflanzgruppe stellen dabei Lärchen, Fichten und Tannen (Weißtannen) dar, die ideal an die Lebensbedingungen im Gebirge angepasst sind. Beigemischt werden aber auch zahlreiche Laubbäume wie Bergahorn, Schwarzerlen, Eichen und Grünerlen. Zur Erhöhung der Biodiversität werden auch etliche seltenere Baumarten gepflanzt wie Wildapfel und Wildbirnen, Speierling, Elsbeere, Ulmen oder Traubenkirschen. Begonnen wird mit den Aufforstungen, sobald die Böden aufgetaut und frostfrei sind. Denn idealerweise sollen die Böden gut durchfeuchtet sein, wenn die Setzlinge ausgebracht werden, damit sie gut anwachsen können. Aus heutiger Sicht – es sei denn, es kommt nochmals sehr viel Schnee – werden die Aufforstungen im Salzkammergut im April starten können, im Inneren Teil wahrscheinlich etwas später, gegen Mai hin. (Fotos: ÖBf-Archiv/W. Simmlinger)